Spielpodest

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Hallo ihr Lieben,

heute zeige ich mein bisher aufwändigstes DIY Projekt. Das erste Mal ist dieses DIY nicht an einem Tag und in einem Fluss entstanden, sondern über Wochen gewachsen. Daher hoffe ich, dass ich euch eine möglichst schlüssige Anleitung geben kann.

Aber bevor ich anfange, möchte ich an dieser Stelle meiner lieben Freundin Mika einen großen Dank aussprechen. Ohne dich wäre ich heute noch nicht fertig!
Und zwar hatte ich seit Monaten die Idee in meinem Kopf, für den laufenden Meter ein Spielpodest zu bauen, wo er ungestört alle seine „Kleinteile“ aufbauen kann. Je mobiler das Baby wird, desto mehr bekamen wir Probleme bzgl. Playmobil oder Lego, denn 1. machte der kleine Bruder alles kaputt und 2. hatte ich hatte ich Angst vorm Verschlucken von Kleinteilen. Tja und da saß ich nun mit meinem Problem und meiner Idee, aber ich bekam die Idee einfach nicht auf Papier gebracht. Ich hatte wirklich ein Blackout bzgl. der Umsetzung. An dieser Stelle kommt meine liebe Mika ins Spiel. Kurzerhand baute sie für ihren Sohn ein Spielpodest und gab mir mit folgendem Satz den endgültigen Durchbruch: „Bau einfach einen Tisch und setz Latten von außen dran“. So simpel, so einfach, so genial.

Solltet ihr Mika noch nicht kennen, ich verspreche euch, es lohnt sich bei ihr vorbei zu schauen. Wir gehen seit fast 3 Jahren im virtuellen Leben Hand in Hand und inspirieren uns doch täglich auf’s neue.
So, nun aber genug gefaselt. Los geht’s ☺

Zunächst die Maße:
Unser Spielpodest ist 1,25 m hoch. So kann der laufende Meter oben problemlos stehen und unten noch problemlos spielen: also doppelter Platz.
Insgesamt ist das Podest 1,70 m lang und 1,00 m breit.

Was ihr braucht (Grundgerüst aka „Tisch“):
– 4 Kanthölzer (4*4 cm und 1,25m lang)
– 3* Leimholz in der Stärke 18mm (oder dicker) 30*200cm (ich habe meine mit der Kappsäge auf Länge zugeschnitten)
– Kanthölzer für den Rahmen von unten – ich würde 2* 250cm lange kaufen (4*4cm) und daheim auf die genau passende Länge zuschneiden, wenn ihr den „Tisch“ gebaut habt.
– Rahmenholz – auch hier würde ich es daheim passend zuschneiden. Bei meinen Maßen reichen euch zwei 2m lange (ca. 2*4cm)
– Latten – hier nehmt hübsche, denn diese seht ihr nachher von außen. Da bei mir drei Ecken sichtbar waren und 2 Fronten, habe die 4* 250 lange gekauft. Sie müssen breiter als eure Kanthölzer sein (ich meine, dass unsere 6cm breit sind)
– Mind. 4 Eckverbinder, um das Grundgerüst bzw. den „Tisch“ an der Wand zu befestigen. Denkt an passende Dübel und Schrauben (ich habe 8er Dübel gewählt)

Was ihr für die Verkleidung oben braucht:
– Rahmenhölzer zum Befestigen eures Runterfallschutzes. Ich habe auch diese daheim passgenau zugeschnitten. Ich habe zwei 250 cm langes Rahmenholz gekauft (ca. 2*4cm)
– Je nachdem, wie ihr die Burg gestalten wollt (oder auch etwas ganz anderes) braucht ihr noch MDF Platten. Ich habe 3 Stück gekauft. Die Türme sind 90cm hoch und die Mauer 70 cm. So ist es hoch genug, dass mein Sohn nicht „drüber“ fällt, denn bedenkt, dass die Burgzacken (unsere sich 15 cm tief) noch von der Gesamthöhe abgehen.
– Lacke (weißer Buntlack auf Wasserbasis und Tafellack)

Was ist für die Leiter braucht:
– Rundhölzer (2,5cm Durchmesser). Ich habe ca. alle 20 cm eine Stufe gemacht, das ergab bei einer Höhe von 1,25m 5 Stufen. Die Breite sind bei uns 33cm. Daher habe ich 2 Rundhölzer mit 1,00m Länge gekauft
– Kanthölzer 4*4 cm: Tipp: wieder erst daheim auf die genaue Länge zuschneiden. Bei uns reichte eines mit einer Länge von 2,50m
– Ein Stück Kantholz benötigt ihr oben noch als Abschluss der Leiter. Ich habe einfach einen Rest genommen, den ich noch hatte. Solltet ihr nichts haben, plant dies bitte mit ein: Maß: Stufenlänge + 2* Kantholzdicke (der Seiten). Ihr braucht es, um oben, die Leiter einharken zu können.
– Das Einharken ist etwas tricky: ich habe quasi zwei Eckverbinder mit einer Schraube und Mutter verbunden, so dass ich genau für meine „Dicke“ ein U-Profil hatte. Am besten schaut ihr euch das Bild an. Der Vorteil bei dieser Version ist: Ihr könnt die Leiter einfach abnehmen. Das war mit wichtig für nachts oder wenn andere Kinder zu Besuch sind.
– Buntlack auf Wasserbasis (schwarz)
– Lochbohrer
– Pattex Monatekleber

Was sonst noch gebraucht wird:
– Kappsäge
– Stichsäge
– Schleifmaschine oder Papier
– Lackrollen/ Pinsel
– Akkuschrauber
– Bohrmaschine
– Div. Holzschrauben (kauft mehrere Längen → 10 cm für die „Tischbeine“ bis hin zu 3 cm für die Verkleidung)
– Wasserwaage

 

So, ihr merkt schon, das ist kein Tagesprojekt und, obwohl es ganz spiel ist, nicht unbedingt für Anfänger geeignet.

Als aller erstes baut ihr den besagten „Tisch“: Dafür schraubt ihr an zwei Leimhölzer jeweils zwei Kanthölzer an.  Ich habe 10 cm länge Schrauben verwendet und mit einem 4er Bohrer vorgebohrt (nicht dass die Kanthölzer splittern). Jetzt habt ihr die „Beine“ dran. Dann legt ihr euch die Leimhölzer so auf den Boden, wie sie am Ende sie Spielfläche ergeben sollen (bei uns 170*100 cm). Also ggf. noch die Länge zusägen und Abstände zwischen den Hölzern einbauen. Die eben angeschraubten Beine stehen in die Luft!

 

Als nächstes Schraubt ihr den Rahmen dran. Das heißt: Messt den Abstand jeweils zwischen den „Beinen“ aus und sägt eure Kanthölzer entsprechend zurecht. Danach einfach die Kanthölzer mit dem Leimholz verschrauben (gerne auch einmal Kantholz mit Kantholz (also Beine mit Rahmen) verschrauben). Jetzt macht ihr den Tisch (er liegt immer noch mit den Beinen in der Luft da) stabiler, in dem ihr das Rahmenholz auf der Breite (quer) anbringt: Dafür die Breite (Kantholz zu Kantholz) ausmessen und die Hölzer zugängen. Die zugesägten Hölzer mit dem Leimholz verschrauben. Ich habe 3 solcher „Querstreben“ eingebaut.
So nun könnt ihr den „Tisch“ umdrehen. Als nächstes habe ich den Tisch mit der Wand verschraubt. Dafür benutzt ihr am besten eine Wasserwaage und richtet ihn erst einmal aus. Dann mit den Eckverbindern Holz und Wand aneinander bringen 😉
Dann setzt die Latten an eure „sichtbaren“ Ecken, indem ihr 2-3 Schrauben durch Latte und darunterliegende Kanthölzer schraubt.

 

 

Weiter geht’s mit der Verkleidung:
Dafür habe ich auf den langen Seite 2 Rahmenhölzer mit den Latten verschraubt (also waagerecht auf der Länge) und eines auf der kurzen Seite (bitte weiter oben, denn da entsteht der Durchschlupf von der Treppe). Die Hölzer habe ich auf die exakte Länge mit der Kappsäge zugesägt.

 

 

An diesen Rahmenhölzern habe ich meine „Burg“ angebracht. Dafür haben der laufende Meter und ich als erstes Burgzinnen auf den MDF Platten angezeichnet (15cm * 15cm je Zinne). Diese habe ich mit einer Stichsäge ausgesägt und der spätere Burgbesitzer hat sie abgeschliffen. Als optisches Highlight habe ich noch Gucklöcher mit einem runden Bohrer ausgebohrt.

 

Insgesamt haben wir die MDF Platten 3 Mal lackiert – erst einmal nur von außen. Von innen habe ich das MDF später oben weiß und unten mit Tafellack lackiert.

 

Last but not least – unsere Leiter.
Messt hierfür die genaue Höhe und Breite aus, wo die Leiter später eingehängt werden soll. Für die Höhe: vergesst nicht, dass ihr nicht nur die Höhe der Seiten der Leiter habt, sondern auch oben das Kantholz von ca. 4 cm Breite.
Sägt die Rundhölzer ca. 2 cm länger aus, als sie nachher in der Leiter zu sehen sein sollen, denn wir lassen die Rundhölzer IN die Kanthölzer ein. Die Sprossen würde ich vorher lackieren, dass macht es einfacher.
Zeichnet euch zum Einlassen der Leitersprossen die Abstände in den Kanthölzern ein. Also ca. alle 20 cm eine Stufe und mittig der Breite (bei 4cm sind es entsprechen 2cm). An diesen Punkten macht ihr mit einem Lochbohrer ca. 1cm tiefe Löcher. Bevor ihr die Rundhölzer hier reinsteckt, tropft den Monatekleber sein. Alles zusammenstecken und trocknen lassen. Zuletzt noch das obere Kantholz auf die seitlichen Kanthölzer setzen und festschrauben.

 
Das war’s mit der Leiter. bzgl. der Einhängung: schaut am besten auf das Bild – oder verschraubt die Leiter fest mit dem Podest.

Da unser Spielpodest als Spielzone für kleineres Spielzeug, wie zB Playmobil, dient, habe ich noch einen Teppich  darauf gelegt und Kisten (Kwantum NL) und Regale als Stauraum integriert.

Besonders schön finde ich das Regal vom „Bricks on the wall„. Das Regal ist aus Legoklötzen gebaut und perfekt für unseren Zweck. Legofiguren könne direkt draufgesetzt werden.

 

 Unterhalb des Spielpodestes dient ein großes Hausregal  als Stauraum und Turnringe als weitere Spielmöglichkeit.

 

 

 

 

 

Wie immer gilt: wer es nachbaut ist selber Schuld. Dieses Spielpodest steht so in unserem Kinderzimmer und ist bis heute nicht eingestürzt, dennoch hat es natürlich keine CE Norm oder ist von einem Statiker abgesegnet.

Kleiner Sprossenwand Pimp

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Hallo ihr Lieben,
Heute zeige ich euch mal kein reines DIY. Auf Grund eurer vielen Nachrichten und des wahnsinnigen Feedbacks auf Insta, macht es ja durchaus Sinn, unsere neue Sprossenwand einmal auf babywohnbar zu verewiglichen.

Die Sprossenwand habe ich auf Ebay gekauft. Sie kostete inkl. Versand unter 90€. Daher war ich erst einmal sehr skeptisch, was die Qualität betrifft.
Die Sprossenwand wird in Einzelteilen geliefert und muss noch montiert werden.

Erster Check: kein Geruch, keine Absplitterungen am Holz, Paket wiegt ca 20kg, also auf den ersten Blick ist es qualitativ auch kein günstiges Holz.

Da ich natürlich wieder etwas aus der Reihe tanzen muss, habe ich als erstes den Rahmen schwarz lackiert. Hierfür habe ich einfachen Buntlack auf Wasserbasis aus dem Baumarkt gekauft. Zwei Anstriche reichten völlig aus.

Danach habe ich die Sprossenwand moniert. Alle Löcher sind vorgebohrt und die Monate ging wirklich sehr einfach. Nichts harkte, klapperte oder war irgendwie instabil. Einziges kleines Manko: 2 Schrauben zu wenig dabei, aber die waren schnell in der Werkzeugkiste gefunden.

Die Sprossenwand wird mit vier 10er Dübeln und acht 8er Dübeln an der Wand montiert. Die Dübel sind ebenfalls im Paket mit enthalten. Da ich das nicht wusste, hatte ich noch Marken Dübel im Baumarkt besorgt. Letztendlich haben wir die nicht genutzt, da die mitgelieferten 1A waren.

Ebenfalls bei Ebay habe ich noch Turnringe  (je ca. 15€) aus Holz gefunden.
Diese werden mit Spanngurten geliefert und halten sehr gut. Ich werde jetzt nur die Ringe noch an die Spanngurte nähen, so dass ich keine Schlaufen mehr habe, und es nicht zu einem ernsthaften Unfall kommen kann.

Das war es auch schon. Das ganze Projekt hat mich keine 120€ gekostet.

An dieser Stelle möchte ich noch erwähnen, dass in der Montageanleitung der Sprossenwand steht, sie sei nicht für Kinder geeignet. Warum, dass kann ich euch nicht sagen, denn sie sieht genau so aus, wie die in unseren Turnhallen. Die ersten Tage darf der Große nur dran, wenn mein Mann oder ich dabei sind und bisher wüsste ich nicht, warum er sie nicht nutzen sollte. Also ihr wisst: wie immer auf eigene Gefahr und so weiter und sofort 😉